Die Hochzeitsnacht – viel Lärm um Nichts?
August 10 , 2014 die-hochzeit

Die Hochzeitsnacht – viel Lärm um Nichts?

In den ganzen Monaten, in denen die zukünftige Braut mit voller Aufmerksamkeit an diesem einen Tag plant, wird auch die ein oder andere ein wenig an die Planung der Nacht herangehen. Denn auf den schönsten Tag im Leben folgt doch logischerweise die schönste Nacht, oder?

Gehen wir mal etwas geschichtlich an dieses Thema heran. Denn wenn ich mich nicht täusche, war die Hochzeitsnacht doch dafür da, dass der Mann nachprüfen konnte, ob er auch ein .. naja, einen Neuwagen gekauft hat. Kein Mann wollte früher einen Gebrauchtwagen fahren. Verständlich, wer weiß denn, wer da schon alles drin gesessen hat?!

Schließlich hatte man 2 große Schweine, 4 Hühner und den halben Ernteertrag dafür gezahlt, dass die gekaufte Ware auch ungeöffnet ist. Zugegeben, etwas unromantisch. Es gab und gibt auch Religionen bzw. Glaubensgruppen wo es üblich ist, dass die ganze Familie zuguckt und nach der erste Probefahrt nachschaut, ob der Wagen auch etwas Öl verloren hat. Hier klappts mit der Metapher nicht, aber was solls.

Zum Glück ist das heutzutage nicht mehr so. In Zeiten von O.B. und co. Kommt ja keiner mehr hinterher, wann sich wo ein Mädchen das Jungfernhäutchen zerrissen haben soll, zumal das auch bei einem unüberlegten Spagat passieren kann, man hört ja so einiges.

Aber dennoch hat die Hochzeitsnacht auch heute noch eine große Bedeutung. Man stellt in erster Linie viele Erwartungen daran und macht sich auf den besten Sex seines Lebens bereit. Doch sind diese Erwartungen nicht etwas unüberlegt? Schließlich kennt man im Normalfall seinen Partner bereits länger als 48 Stunden und hat auch das ein oder andere schon miteinander ausprobiert. Viele Paare heiraten erst, nach dem sie 5 Jahre und länger zusammen sind. Und wenn man nicht sowieso bei jedem Sex ein riesiges Feuerwerk erlebt, woher soll es dann nach Jahren kommen? Und dann gerade in der Nacht, in der der Bräutigam mit aller Wahrscheinlichkeit bereits ab 13 Uhr das erste Mal vom Flachmann des Trauzeugen genuckelt hat?

Nüchtern gesehen, stehen die Chancen auf eine Wahnsinnsnacht relativ gering. Der Bräutigam wird vielleicht nicht mehr stehen können, die Braut genauso wenig und wenn die Feier dann um 5 Uhr früh zu Ende ist, ist man vermutlich froh, nicht versehentlich schon im Taxi einzuschlafen.

Mittlerweile habe ich von vielen Bräuten gehört „Mach Dir keine großen Hoffnungen, da wird nix mehr laufen“. Dass der Mr. und ich nicht umsonst >die Awesomes< heißen und dies auch zur Genüge bewiesen haben, muss hier wohl nicht erwähnt werden. Ich habs trotzdem gern getan :).

Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Es gibt Männer, die keinen oder wenig Alkohol trinken und es gibt Frauen, die ihre Männer rechtzeitig auf ein Kamasutra-Anfänger-Seminar schicken. Aber man kann auch ohne einen Wochenend-Workshop mit Helga, der 50jährigen Sexpertin eine schöne Hochzeitsnacht verbringen.

 

  1. Gebt dem Kellner die Aufgabe, dem Bräutigam immer ungefragt ein Wasser vor die Nase zu halten und nicht nur Bier. So verschiebt sich der Absturz noch ein paar Stunden.
  2. Schon alles bereitlegen. Wer unbedingt eine phantasievollen Nacht mit vielen Spielereien verbringen will, sollte diese „Spielereien“ in Griffnähe haben. Wenn der Bräutigam eh schon etwas müde ist, hilft Kramen und ewiges Verpackung aufreißen der Sache nicht so wirklich.
  1. Nicht zu viel erwarten. Es kann auch die Braut schlapp machen, schließlich sind die Damen ab 6 Uhr auf den Beinen und verschieben das ganze dann doch nach 23 Stunden Vorfreude auf das nächste Wochenende. Ist doch auch nicht schlimm, oder? Man hat ja schließlich geheiratet und der Partner darf also noch das ganze Leben lang vernascht werden.
  2. Letzte Möglichkeit: Der Morgen. Gut, es heißt Hochzeitsnacht. Doch bei wem der Schwiegervater nicht unbedingt um 9 Uhr morgens klingelt, der kann auch den Tag danach nutzen und wer Samstags heiratet, der hat im Idealfall den kompletten Sonntag nichts anderes zutun …

 

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Die Hochzeitsnacht - viel Lärm um Nichts?
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Die Hochzeitsnacht - viel Lärm um Nichts?
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Ist die Hochzeitsnacht wirklich die beste Nacht des Lebens? Oder wird zu viel Wirbel darum gemacht? Und auf was sollte man achten?
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2 Comments

  • Carsten11 August 2014, 17:42

    Ich habe jetzt von einigen verheirateten Paaren gehört, dass die Hochzeitsnacht einfach verschoben wurde. An dem Tag der Hochzeit passiert so viel: jeder ist nervös, vielleicht fehlen noch Blumen und müssen noch kurzfristig abgeholt werden.

    Ich kann da verstehen, dass man das „Erste Mal“ in einer entspannten Atmosphäre erleben möchte.

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  • agenify10 Dezember 2015, 09:19

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