Hochzeitstorten
November 04 , 2013 die-hochzeit

Hochzeitstorten

Nachdem man wochenlang auf jegliche Sünden verzichtet hat und wahrscheinlich schon allein durch den Planungsstress 5 Kilogramm abgenommen hat, kann man sich am Hochzeitstag endlich auf die Torte stürzen! Dann ist man ja schließlich verheiratet, also was soll`s 🙂

Ursprung

Seit dem Mittelalter gibt es Hochzeitstorten, die damals noch aus Weizen hergestellt wurden und dann teilweise auf die Braut geworfen wurde (als Fruchtbarkeitsritual). Die Römer führten das Spiel dann weiter, der Bräutigam aß ein Stück der Hochzeitstorte bzw. des Kuchens und der Rest wurde auf dem Kopf der Braut verteilt. Dies sollte für viel Glück, ein langes Leben und viele Kinder sorgen. Man stelle sich das mal heutzutage vor! Frau lässt sich zwei Stunden von einer professionellen Stylistin für durchschnittlich 150,00 € eine wunderschöne Frisur plus Make-up zaubern und der Bräutigam beschmeißt sie danach mit leckerer Torte mit Himbeer-Buttercreme-Füllung!

Bräuche

Es gibt viele Bräuche im Zusammenhang mit der Hochzeitstorte. Zum Beispiel soll sich das Brautpaar über der Hochzeitstorte küssen. Das soll für viele Kinder sorgen. Man bedenke jedoch, wenn die Torte für 150 Mann ausgelegt ist und demnach einige Etagen hat, sollte man besser zwei Leitern zur Hilfe nehmen. Wäre doch sehr schade, wenn am Ende das Brautpaar samt Torte auf dem Boden liegt.

Ein besonderer Moment ist das Anschneiden der Hochzeitstorte. Braut und Bräutigam sollen das erste Stück zusammen anschneiden und wer die Hand dabei oben hat, der hat auch in der Ehe das Sagen. Der Mr. Awesome hat diesen Brauch übrigens auch mitbekommen und will natürlich unbedingt seine Hand oben haben beim Anschneiden … Challenge acceptet 🙂

Aktualisierung: Hochzeitstorte wurde angeschnitten und wenn man ganz genau hinsieht, jaa daaa… meine Hand ist quasi oben :).             PS: Man beachte unsere Tortenfigur 😉

Noch relativ jung ist der Brauch, dass die oberste Etage des Hochzeitskuchens eingefroren wird, um diese entweder zur Taufe des ersten Kindes oder zum ersten Hochzeitstages zu essen. Na ob der dann noch schmeckt… In jedem Fall ist es eine schöne Erinnerung an den Hochzeitstag, außerdem soll dieser Brauch Glück bringen und für ein langes Leben sorgen. Wir können das wohl nicht machen, in unser Tiefkühlfach passt nicht mal `ne große Eispackung 🙁

Ein etwas makaberer Brauch ist es, eine rohe und eine geröstete Kaffeebohne in die Torte zu verarbeiten. Wer von den Gästen die geröstete Bohne in seinem Stück hat, kann wohl bald Verlobung feiern. Wer dagegen die rohe Kaffeebohne abbekommt, bleibt auf ewig unverheiratet. Ich würde davon entschieden abraten, sonst heult die Brautjungfer am Ende wie ein Schlosshund, weil sie den ganzen Tag immer freudiger und emotionaler wurde und dann ihr Schicksal im Essen serviert bekommt. Tränen und Schminke sind eine ganz schlechte Mischung für das Kleid, wenn die Braut dann trösten muss.

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Formen, Farben und Figuren

Es gibt mittlerweile unzählige Beispiele für klassische, aber auch für originelle und ausgefallene Hochzeitstorten. Rund, eckig,herzförmig, klein, groß, 2- oder 3-stöckig, bunt oder klassisch weiß. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, allerdings dem Budget. Je größer die Torte und je mehr Dekoration gewünscht wird, desto teurer ist es am Ende auch. Verständlich, da alles Handarbeit ist und entsprechend viel Mühe macht.

Am besten aber sind die modernen Hochzeitstortenfiguren. Wer nicht nur ein stehendes Brautpaar im Miniaturformat auf der Torte haben möchte, hat die Qual der Wahl: Bräutigam trägt Braut, Braut trägt Bräutigam, Braut schleift Bräutigam hinter sich her, Braut und Bräutigam auf dem Motorrad, Braut packt den Bräutigam am Hintern, dicke Braut zieht kleinen Bräutigam hinter sich her, High Five – Brautpaar, Braut im Smoking, Braut und Bräutigam treiben es miteinander usw. usw.

Es muss aber auch nicht immer die traditionelle Butter-Creme-Torte sein. Auf einer Hochzeit im letzten Jahr wurde eine sogenannte Croquembouche (franz. „kracht im Mund“) serviert, eine aus Windbeuteln geformte Pyramide. Vorteil dabei ist, dass das Anschneiden der Torte und somit der Kampf um die obere Hand entfällt, die Windbeutel werden einfach rausgezupft. Zusammengehalten wird das Ganze von Karamell oder Zuckerguss. Nachteil, es können keine Tortenfiguren drapiert werden, höchstens ein Herz zum Stecken.

 

Bildnachweis: Alexander Baumbach – WeddingSniper Hochzeitsfotografie – www.weddingsniper.de

 

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Ursprung, Bräuche und verschiedene Arten von Hochzeitstorten
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2 Comments

  • Simone05 November 2013, 13:11

    Super Artikel über die Hochzeitstorten und Ihre Geschichten. Und das Foto oben sind das Nüsse aussen? Hat was von einem Weihnachtsbaum 😉
    Kennst Du eigentlich den neuen Blogger-System Anbieter qwer com ? Ich würde mich sehr über eine Antwort auch per Email von Dir freuen. Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg mit Deinem Blog.

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    • Andrea Schöne05 November 2013, 19:49

      😀 Das auf dem Foto ist eine Croquembouche, das sind also Windbeutel 🙂

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