Moderne Ehefrau oder klassische Rollenverteilung?
Januar 19 , 2014 nach-der-hochzeit

Moderne Ehefrau oder klassische Rollenverteilung?

Das Eheleben muss herrlich für Männer sein… nach einem schweren Arbeitstag kommt der gestresste Mann nach Hause, wo die Hausfrau bereits das mit Liebe zubereitete Essen für ihn auf den Tisch gestellt hat. Die angewärmten Pantoffeln stehen schon vor dem gemütlichen Sessel mit der Tageszeitung bereit und die Ehefrau wartet nur freudig darauf, ihrem Mann die Füße massieren zu dürfen.  Ist doch so, oder?

Seit dem 18. Jahrhundert kämpfen Frauen um die gleichen Rechte wie Männer. Und dabei hatten sie doch einigen Erfolg! Wir dürfen wählen gehen, ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten können den Lohn dafür sogar behalten!:) Aber irgendwie hat es den Anschein, als ob diese Frauenbewegung vor der Haustür Stopp gemacht hat.

Es gibt mittlerweile genug Frauen, die in Führungspositionen arbeiten. Frauen, die tagtäglich ihren „Mann“ stehen, sich gegen unfaire Vorgesetzte wehren oder sogar die eigenen Mitarbeiter zusammenstauchen. Und genau diese Frauen kommen dann gegen 17 Uhr nach Hause, nachdem sie Klein Timi aus der Kita geholt haben, und ZACK! … die Haustür fällt zu und Muttilein macht sich an ihre Arbeit. Kind versorgen, Abendessen zubereiten, noch schnell eine Wäsche ansetzen und danach gehts wieder mit Klein Timi weiter.

Das zumindest sagen mittlerweile viele Studien, wenn es um die Frage geht, welche Rolle die heutige Ehefrau einnimmt. Doch ist das wirklich so? Sind wir nicht eigentlich in einer Zeit angekommen, in der der Feminismus sich so weit ausgebreitet hat, dass auch eine verheiratete Frau nicht selbstverständlich am Herd stehen muss?

In einem Artikel auf www.partnerschaftsberatung.at wird beschrieben, wie die einzelnen Beziehungsphasen aussehen und ablaufen. Vorsicht beim Lesen! Da hört sich nicht mehr viel nach Romantik an. Eher wird jede Ehe mit einer anderen gleichgestellt. Und vermutlich ist das auch so … klar hat jedes Paar sein eigene Liebesgeschichte, aber im Groben laufen die meisten Beziehungen gleich ab. Kennen- und Liebenlernen, Zusammenziehen, Heiraten, Kind bekommen und großziehen usw.

Nach diesem Artikel einigen sich Mann und Frau meist in den ersten Ehejahren über Aufgabenverteilung im Haushalt etc. Doch nach der Geburt des Kindes verschieben sich die Rollen (wenn es bisher noch nicht so war) in das traditionelle Schema. Und dann gibt es zwei Wahlmöglichkeiten. Entweder die Frau bleibt im Berufsleben, ist dann aber überfordert mit Beruf und Kindererziehung und muss sich um die Unterbringung des Kindes kümmern oder Frau bleibt Zuhause, ihre finanzielle Unabhängigkeit sowie wichtige Kontakte fallen weg. Hört sich alles nicht so berauschend an, oder? Nun muss man dazu sagen, dass dieser Artikel wohl eine Teilzeitbeschäftigung nicht in Betracht zieht. Oder sogar, dass der Vater die Erziehung übernimmt? Soll’s ja auch geben :).

„Bei kinderlosen Ehen ist dieser Verlauf nicht zu beobachten – die PartnerInnen sind in der Regel glücklicher.“ Dieser Satz am Ende des Artikels. Autsch.

Und was sind wir nun?

Tatsache ist: Frauen, die heutzutage heiraten, sind wirklich moderne Ehefrauen. Der Feminismus hat uns die gleichen Rechte gebracht wie die der Männer. Und damit auch die gleichen Pflichten. Vor allem bei der wirtschaftlichen Lage ist es meist selbstverständlich, dass beide Partner einem Vollzeitjob nachgehen. Allerdings bleibt die Kindererziehung trotzdem an den Frauen hängen. Ergo: Man hat den Druck, Karriere und Kinder unter einen Hut zu kriegen. Das haben wir nun von der Emanzipation!

Und trotzdem wäre es für mich keine Alternative, aufgrund dieser Aussichten keine Kinder zu bekommen oder zu erziehen. Was mir von anderen Müttern über das Glück von Kindern erzählt wurde,… diese Lebenserfahrung möchte ich trotz aller Schwierigkeiten nicht missen. Und den Mann das Kind erziehen lassen? Diese Frage lässt sich wohl nicht so leicht beantworten, denn schließlich gibt es mittlerweile auch genug allein erziehende Männer. Aber für mich ist Kindererziehung eindeutig Frauensache, denn wie heißt es so schön? Wenn du willst, dass es richtig gemacht wird, mach’s selbst! 🙂

Quelle:     www.partnerschaftsberatung.at

Bildnachweis: © Xenia-Luise – Fotolia.com

2 Comments

  • Sabrina28 Januar 2014, 15:51

    Sehr schöner Artikel! Das ist wirklich ein schwieriges Thema. Also ich denke es ist totaler Quatsch, dass die Frau den Haushalt noch schmeißen muss. Wenn beide Arbeiten gehen, dann sollten sich auch beide um den Haushaltkümmern. Das ist denke ich heutzutage auch in vielen Fällen so. Ein Mann muss eben auch kochen können oder mal den Müll weg bringen usw. Die Kindererziehung ist für mich aber auch irgendwie so eine Frauensache, keine Ahnung, aber das liegt uns doch einach im Blut oder? 😉

    Reply
     
    • Andrea Schöne01 Februar 2014, 11:44

      Genau das denke ich auch, das liegt uns im Blut. Und arbeiten können wir auch gut und wie sagt man so schön? Wer viel kann, der muss viel machen 🙂

      Reply
       

Leave a reply