Was ist, wenn…?
Februar 04 , 2014 die-hochzeit

Was ist, wenn…?

Nachdem ich selbst gerade mit einem Magen-Infekt flach liege, komme ich nicht umhin, mir den Worst Case für meine Hochzeit vorzustellen. Natürlich hat man es schon mal gehört, dass die ein oder andere Braut sich vor Nervosität übergeben musste. Ist ja auch verständlich! Da plant man monatelang intensiv an diesen einen Tag, alle Freunde und die ganze Familie schauen zu, wie man einen völlig neuen Lebensabschnitt beginnt … da kann einem schon mal übel werden :).

Aber was ist, wenn man in der Nacht vor der Hochzeit anfängt, die Kloschüssel zu umarmen? Und was ist, wenn das nicht nur die Nervosität ist, sondern ein handfester Magenvirus? Oder man ist so erkältet, dass man kaum aufstehen kann? Wird man die Hochzeit trotzdem irgendwie durchstehen können?

Wenn man sich in der Zeit vor der Hochzeit schon mal mit dem Gedanken befasst hat, ist das ungemein hilfreich. Einfach mal den allerschlimmsten Fall durchspielen und nichts kann einen überraschen.

Ist man selbst krank zur Hochzeit? Dann gibt es wohl nur zwei Möglichkeiten. Entweder man kann vom Arzt stark unterdrückende Medikamente abgreifen und es irgendwie durchstehen oder die Hochzeit muss abgesagt werden. Passiert zwar selten, aber auch das kommt vor. Will man bezüglich der Finanzen auf sicher gehen, kann man vorher eine entsprechende Versicherung abschließen, um Schadensersatz für Location, Fotograf oder ähnliches nicht zahlen zu müssen.

Grundsätzlich sollte man einfach darauf achten, in den Wochen vor der Hochzeit allen Krankheiten oder Unfallgefahren aus dem Weg zu gehen. Das heißt, keine Sprünge aus dem Flugzeug! Keine neuen Kosmetika oder Bräunungsmethoden ausprobieren und um Gottes Willen keine fremden Kinder anfassen (ehrlich gesagt gilt dieser Tipp nur für mich, ich steck mich meistens an Kindern an, schlechtes Zeichen schätze ich mal…)! Chronische Pechvögel können aber machen was sie wollen, die werden auf jeden Fall krank.

Ich habe mich der Panik halber durch viele Foren gelesen und gesehen, dass bereits einige Bräute das Problem mit der Krankheit hatten… meist gehts zwei, drei Tage vor der Hochzeit mit Magenvirus, Erkältung, Hörsturz oder allergischer Reaktion los und mit Ach und Krach gehts zum Hochzeitstag irgendwie wieder. Natürlich sollte der Hochzeitstag eigentlich der schönste Tag des Lebens werden, aber seien wir mal ehrlich … so oder so wird es unglaublich stressig und man kann ihn in den seltensten Fällen wirklich in vollen Zügen genießen. Dann ist es theoretisch ja nicht so schlimm, wenn man gesundheitlich ein klein wenig angeschlagen ist.

Steht der Großteil der Gäste im Stau? Ärgerlich! Aber sicher kein Weltuntergang. Stehen die Trauzeugen mit im Stau? Macht man’s halt ohne. Dann wird es eben eine sehr intime Trauung, für die Fotos findet sich sicherlich auch noch jemand im Standesamt, falls den Fotograf das gleiche Schicksal ereilt hat.

Das gleiche gilt für jegliche Dienstleister. Hochzeitstorte nicht da? Irgendeine Torte oder auch ein Blechkuchen wird sich schon finden, die man anschneiden kann (Und immer dran denken: Die Hand der Frau gehört nach oben^^). Der Blumenladen hat nicht geliefert? Wozu gibts fremde Vorgärten? Ein kleiner Strauß wird sich so schon finden ;).

Ende vom Lied

Man sollte nur versuchen, alles mit einem Lächeln hinzunehmen. Natürlich ist das leicht gesagt, denn die Planung war sicherlich anstrengend und im schlimmsten Fall geht einem auch ein Haufen Kohle verloren. Aber am Ende nützt das alles nichts. Dann kann man wirklich nur versuchen, es mit Humor zu nehmen und irgendwie trotzdem noch einen schönen Tag zu haben.

 

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